Archiv-Geschichten

Hier stel­len wir Archive vor, die bereits an eine Insti­tu­tion ver­mit­telt wur­den oder für die noch ein Ort für eine pas­sende, lang­fris­tige Siche­rung gesucht wird.

Nach­lass Paul Dobe

Paul Dobe: Gemeine Butterblume, Taraxacum officinale, Fruchtkopf, halbabgeblasen, 9.5.1914. © Nachlass Paul Dobe. Courtesy Die Photographische Sammlung/ SK Stiftung Kultur Köln/Dauerleihgabe Sonja und Rainer Stamm

Paul Dobe. Wie ein Floh­markt­fund in eine Samm­lung führt

„Es ist nütz­lich, wenn man von dem gegen­wär­ti­gen natür­li­chen Pflan­zen­sys­tem etwas weiß. Von der Stam­mes­ge­schichte, von der Ver­wandt­schaft. Man kann dann eine Reihe ver­wand­ter For­men ver­glei­chen und sie im Geiste auf eine gemein­schaft­li­che Ahnen­form zurück­füh­ren.“ Mit die­sen Wor­ten beschreibt der Maler und Pflan­zen­zeich­ner Paul Dobe (1880-1965) 1929 einen wich­ti­gen Aspekt sei­ner Arbeits­weise. In der Pho­to­gra­phi­schen Sammlung/SK Stif­tung Kul­tur, Köln, wird aktu­ell ein grö­ße­res Kon­vo­lut sei­nes Wer­kes mit foto­gra­fi­schem Schwer­punkt auf­ge­ar­bei­tet: Prä­zise Nah­auf­nah­men von Blu­men und Pflan­zen, sorg­fäl­tig auf Kar­ton mon­tiert und beschrif­tet, sind ebenso dar­un­ter zu fin­den wie foto­gra­fi­sche Repro­duk­tio­nen fei­ner Pflan­zen­zeich­nun­gen, aus­ge­führt in Tusche oder Aqua­rell. Kie­fern­zap­fen, Leber­blu­men, Spi­ral­stu­dien, Bäume und Wol­ken erwei­tern den Motiv­schatz der über 500 Bil­der, hinzu kom­men Map­pen wie „Das Blu­me­n­or­na­ment“, Briefe, Kar­teikäs­ten und über 1000 Nega­tive und Dias in Originalschachteln.

wei­ter­le­sen »

Nach­lass Eli­sa­beth Hase

ohne Titel, 1932-33. © The Estate of Elisabeth Hase, courtesy Robert Mann Gallery

Ver­lo­ren für die deut­sche – gewon­nen für die inter­na­tio­nale Foto­gra­fie­ge­schichts­schrei­bung? Der Nach­lass von Eli­sa­beth Hase befin­det sich nun in New York

Wel­che Kri­te­rien und Bedin­gun­gen würde man für die Abgabe eines bedeu­ten­den foto­gra­fi­schen Nach­las­ses auf­stel­len, wenn man einen sol­chen zu ver­wal­ten bzw. abzu­ge­ben hätte? Sicht­bar und öffent­lich zugäng­lich machen, Gewährleis­tung der Bear­bei­tung, die Rea­li­sie­rung einer Aus­stel­lung mit beglei­ten­der Publi­ka­tion und auch gerne noch die Plat­zie­rung von aus­ge­wähl­ten Sujets in mög­lichst öffent­lich renom­mier­ten Insti­tu­tio­nen, um die Bedeu­tung des Wer­kes zu  kon­text­ua­li­sie­ren? Genau das sind die Kri­te­rien und Bedin­gun­gen, die Nani Simo­nis für sich fest­ge­legt hat und nach deren Vor­gabe sie den Nach­lass ihrer Mut­ter, der Foto­gra­fin Eli­sa­beth Hase, zu Beginn die­ses Jah­res an den New Yor­ker Gale­ris­ten Robert Mann abge­ge­ben hat – nach einem fast 20 Jahre wäh­ren­den Pro­zess des Sich­tens, Auf­ar­bei­tens, Suchens. Der Gale­rist hat sämt­li­che Glas- und Film-Negative, Prints sowie Doku­mente des Nach­las­ses übernommen.

wei­ter­le­sen »

Nach­lass Sibylle Ber­ge­mann

Selbstportrait Sibylle Bergemann, ca. 1988 © Nachlass Sibylle Bergemann / OSTKREUZ. Courtesy Loock Galerie

Künst­ler­nach­lässe sind seit ein paar Jah­ren nicht nur stär­ker im Fokus der Öffent­lich­keit, son­dern auch zuneh­mend ein Thema für Gale­rien. Das kann eine Erwei­te­rung der Gale­rie­ar­beit sein oder auch ein neues Geschäfts­feld. „Für den Markt sind die Nach­lässe bis­her über­se­he­ner Künst­ler eine neue Nach­schub­quelle“ schrieb Tim Acker­mann Anfang 2016 in der ZEIT. Die Foto­gra­fin Sibylle Ber­ge­mann (1941-2010) ist sicher keine über­se­hene Künst­le­rin, aber auch bei ihr stellte sich die Frage, was mit dem Nach­lass gesche­hen soll. Anfang 2015 gab die Ber­li­ner Loock Gale­rie die Ver­tre­tung des Nach­las­ses bekannt. Fra­gen an Fried­rich Loock und die Kunst­his­to­ri­ke­rin ­Katia Reich.
wei­ter­le­sen »

Nach­lass Peter Dress­ler im FOTOHOF archiv

Peter Dressler, aus der Serie ‘In unmittelbarer Nähe’,  2003. C-Print, 56x40cm

Diese „Archiv-Geschichte“ wurde aus der Per­spek­tive einer bewah­ren­den, sam­meln­den Insti­tu­tion geschrie­ben. Der Autor Kurt Kaindl war 1981 Grün­dungs­mit­glied der Salz­bur­ger Gale­rie Foto­hof und ist seit 1990 Her­aus­ge­ber der Foto­hof Edi­tion. Er erzählt, wie im Falle des Nach­las­ses von Peter Dress­ler  (1942-2013) ein Werk ver­gleichs­weise kurz­fris­tig gesi­chert wer­den konnte.
wei­ter­le­sen »

Nach­lass Peter Keet­man

Peter Keetman, Sand auf Glasscheibe, 1960. © Stiftung F.C. Gundlach

Es gibt Foto­gra­fen, deren Werk fest zum Kanon der Foto­kul­tur gehört und doch nur Weni­gen in der Tiefe bekannt ist. Das trifft auf das Werk von Peter Keet­man (1916 – 2005) zu und könnte sich 2016 ­ändern. Zum 100. Geburts­jahr wird seine foto­gra­fi­sche Arbeit mit einer umfas­sen­den Aus­stel­lung gewür­digt – zum Auf­takt im Museum Folk­wang in Essen und spä­ter im Haus der Pho­to­gra­phie in den Ham­bur­ger Deich­tor­hal­len. Wei­tere Sta­tio­nen fol­gen ab 2017.  Ein Buch erscheint bei Steidl. Zugleich kann zu Peter Keet­man eine beson­dere „Archiv-Geschichte“ erzählt wer­den, die mit zwei Insti­tu­tio­nen bzw. ­Initia­ti­ven ver­bun­den ist.   wei­ter­le­sen »

Das Han­nes M. Flach Archiv

Der Rufer, (Selbstportrait ), ca. 1928. Hannes Maria Flach Archiv, Köln

„nett wäre es auch eine samm­lung mei­ner bes­ten arbei­ten anzu­le­gen – da ich da doch nie in mei­nem leben dazu komme“  So gesagt bzw. auf­ge­schrie­ben von Han­nes Maria Flach in sei­nem Tes­ta­ment, ver­fasst am 13. Juli 1933 in Köln-Zollstock. Auf diese Bitte des Foto­gra­fen wird spä­ter noch zurück­zu­kom­men sein. wei­ter­le­sen »

Der Nach­lass Wil­fried Täub­ner (1940-94)

Wilfried Täubner, Kubus 308, 1980, 50 x 50 cm. © Nachlass Wilfried Täubner

Mein Vater, der Künstler-Fotograf Wil­fried Täub­ner, der am 1. April 1994 nur 53-jährig sei­nem Krebs­lei­den erle­gen ist, hat ein gro­ßes und bedeu­ten­des künst­le­ri­sches Werk hin­ter­las­sen. Neben den Kubus-Arbeiten, die von 1971 bis zu sei­nem Tod 1994 ent­stan­den sind und als das künst­le­ri­sche Haupt­werk ange­se­hen wer­den kön­nen, exis­tie­ren zahl­rei­che wei­tere Serien von hoher künst­le­ri­scher Qua­li­tät und kul­tur­his­to­ri­scher Bedeu­tung. In sei­nem Nach­ruf auf mei­nen Vater Wil­fried Täub­ner kommt Charles Com­père noch ein­mal auf das Haupt­werk zu spre­chen: wei­ter­le­sen »

Wal­ter Vogel und die bpk

Duisburg, 1965. Blick von Ruhrdamm im Stadtteil Ruhrort Richtung Norden. © bpk / Walter Vogel

„Der in Düs­sel­dorf lebende 83-jährige Foto­graf Wal­ter Vogel hat Teile sei­nes Œuvres an das bpk Bild­agen­tur für Kunst, Kul­tur und Geschichte in Ber­lin gege­ben. Vogel ist mit sei­nen Künst­ler­por­träts von Pina Bausch und Joseph Beuys, mit sei­nen Alltags- und Arbeits­mo­ti­ven aus dem Ruhr­ge­biet sowie sei­nen Caféhaus- und Rei­se­bil­dern bekannt gewor­den. Das zur Stif­tung Preu­ßi­scher Kul­tur­be­sitz gehö­rende bpk zählt zu den wich­ti­gen auf Kunst und Foto­gra­fie spe­zia­li­sier­ten Archi­ven.“ So oder ähnlich könnte ein Text in einer Tages­zei­tung anläss­lich der Tat­sa­che aus­se­hen, dass Wal­ter Vogel im Vor­lass, denn er lebt schließ­lich noch, nach lang­jähriger Tätig­keit erste Foto­ar­bei­ten an ein renom­mier­tes Archiv abge­ge­ben hat. wei­ter­le­sen »

Archiv Peter H. Fürst

Peter H. Fürst, Telephone-Call, 1966, aus dem Zyklus »Amerika«

Peter H. Fürst wurde 1939 in Leo­ben (Öster­reich) gebo­ren und lebt heute Köln. Von 1954 bis 1957 absol­vierte er eine Foto­gra­fen­lehre im elter­li­chen Betrieb und ein Stu­dium an der Höhe­ren gra­phi­schen Lehr- und Ver­suchs­an­stalt in Wien. 1960 folg­ten die Meis­ter­prü­fung und der Schritt in die Selb­stän­dig­keit. In den Jah­ren 1963 bis 1968 foto­gra­fierte Fürst für Fir­men wie Lan­côme, Rev­lon und Sans Sou­cis. Dane­ben ent­stan­den Arbei­ten im Bereich der Modefotografie.

wei­ter­le­sen »

Top