Archiv-Geschichten

Hier stel­len wir Archi­ve vor, die bereits an eine Insti­tu­ti­on ver­mit­telt wur­den oder für die noch ein Ort für eine pas­sen­de, lang­fris­ti­ge Siche­rung gesucht wird.

Nachlass Paul Dobe

Paul Dobe. Wie ein Floh­markt­fund in eine Samm­lung führt

„Es ist nütz­lich, wenn man von dem gegen­wär­ti­gen natür­li­chen Pflan­zen­sys­tem etwas weiß. Von der Stam­mes­ge­schich­te, von der Ver­wandt­schaft. Man kann dann eine Rei­he ver­wand­ter For­men ver­glei­chen und sie im Geis­te auf eine gemein­schaft­li­che Ahnen­form zurück­füh­ren.“ Mit die­sen Wor­ten beschreibt der Maler und Pflan­zen­zeich­ner Paul Dobe (1880-1965) 1929 einen wich­ti­gen Aspekt sei­ner Arbeits­wei­se. In der Pho­to­gra­phi­schen Sammlung/SK Stif­tung Kul­tur, Köln, wird aktu­ell ein grö­ße­res Kon­vo­lut sei­nes Wer­kes mit foto­gra­fi­schem Schwer­punkt auf­ge­ar­bei­tet: Prä­zi­se Nah­auf­nah­men von Blu­men und Pflan­zen, sorg­fäl­tig auf Kar­ton mon­tiert und beschrif­tet, sind eben­so dar­un­ter zu fin­den wie foto­gra­fi­sche Repro­duk­tio­nen fei­ner Pflan­zen­zeich­nun­gen, aus­ge­führt in Tusche oder Aqua­rell. Kie­fern­zap­fen, Leber­blu­men, Spi­ral­stu­di­en, Bäu­me und Wol­ken erwei­tern den Motiv­schatz der über 500 Bil­der, hin­zu kom­men Map­pen wie „Das Blu­men­or­na­ment“, Brie­fe, Kar­teikäs­ten und über 1000 Nega­ti­ve und Dias in Ori­gi­nal­schach­teln.

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Nachlass Elisabeth Hase

Ver­lo­ren für die deut­sche – gewon­nen für die inter­na­tio­na­le Foto­gra­fie­ge­schichts­schrei­bung? Der Nach­lass von Eli­sa­beth Hase befin­det sich nun in New York

Wel­che Kri­te­ri­en und Bedin­gun­gen wür­de man für die Abga­be eines bedeu­ten­den foto­gra­fi­schen Nach­las­ses auf­stel­len, wenn man einen sol­chen zu ver­wal­ten bzw. abzu­ge­ben hät­te? Sicht­bar und öffent­lich zugäng­lich machen, Gewährleis­tung der Bear­bei­tung, die Rea­li­sie­rung einer Aus­stel­lung mit beglei­ten­der Publi­ka­ti­on und auch ger­ne noch die Plat­zie­rung von aus­ge­wähl­ten Sujets in mög­lichst öffent­lich renom­mier­ten Insti­tu­tio­nen, um die Bedeu­tung des Wer­kes zu  kon­tex­tua­li­sie­ren? Genau das sind die Kri­te­ri­en und Bedin­gun­gen, die Nani Simo­nis für sich fest­ge­legt hat und nach deren Vor­ga­be sie den Nach­lass ihrer Mut­ter, der Foto­gra­fin Eli­sa­beth Hase, zu Beginn die­ses Jah­res an den New Yor­ker Gale­ris­ten Robert Mann abge­ge­ben hat – nach einem fast 20 Jah­re wäh­ren­den Pro­zess des Sich­tens, Auf­ar­bei­tens, Suchens. Der Gale­rist hat sämt­li­che Glas- und Film-Nega­ti­ve, Prints sowie Doku­men­te des Nach­las­ses über­nom­men.

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Nachlass Sibylle Bergemann

Künst­ler­nach­läs­se sind seit ein paar Jah­ren nicht nur stär­ker im Fokus der Öffent­lich­keit, son­dern auch zuneh­mend ein The­ma für Gale­ri­en. Das kann eine Erwei­te­rung der Gale­rie­ar­beit sein oder auch ein neu­es Geschäfts­feld. „Für den Markt sind die Nach­läs­se bis­her über­se­he­ner Künst­ler eine neue Nach­schub­quel­le“ schrieb Tim Acker­mann Anfang 2016 in der ZEIT. Die Foto­gra­fin Sibyl­le Ber­ge­mann (1941-2010) ist sicher kei­ne über­se­he­ne Künst­le­rin, aber auch bei ihr stell­te sich die Fra­ge, was mit dem Nach­lass gesche­hen soll. Anfang 2015 gab die Ber­li­ner Loock Gale­rie die Ver­tre­tung des Nach­las­ses bekannt. Fra­gen an Fried­rich Loock und die Kunst­his­to­ri­ke­rin ­Katia Reich.
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Nachlass Peter Dressler im FOTOHOF archiv

Die­se „Archiv-Geschich­te“ wur­de aus der Per­spek­ti­ve einer bewah­ren­den, sam­meln­den Insti­tu­ti­on geschrie­ben. Der Autor Kurt Kaindl war 1981 Grün­dungs­mit­glied der Salz­bur­ger Gale­rie Foto­hof und ist seit 1990 Her­aus­ge­ber der Foto­hof Edi­ti­on. Er erzählt, wie im Fal­le des Nach­las­ses von Peter Dress­ler  (1942-2013) ein Werk ver­gleichs­wei­se kurz­fris­tig gesi­chert wer­den konn­te.
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Nachlass Peter Keetman

Peter Keetman, Sand auf Glasscheibe, 1960. © Stiftung F.C. Gundlach

Es gibt Foto­gra­fen, deren Werk fest zum Kanon der Foto­kul­tur gehört und doch nur Weni­gen in der Tie­fe bekannt ist. Das trifft auf das Werk von Peter Keet­man (1916 – 2005) zu und könn­te sich 2016 ­ändern. Zum 100. Geburts­jahr wird sei­ne foto­gra­fi­sche Arbeit mit einer umfas­sen­den Aus­stel­lung gewür­digt – zum Auf­takt im Muse­um Folk­wang in Essen und spä­ter im Haus der Pho­to­gra­phie in den Ham­bur­ger Deich­tor­hal­len. Wei­te­re Sta­tio­nen fol­gen ab 2017.  Ein Buch erscheint bei Steidl. Zugleich kann zu Peter Keet­man eine beson­de­re „Archiv-Geschich­te“ erzählt wer­den, die mit zwei Insti­tu­tio­nen bzw. ­Initia­ti­ven ver­bun­den ist.   wei­ter­le­sen »

Das Hannes M. Flach Archiv

„nett wäre es auch eine samm­lung mei­ner bes­ten arbei­ten anzu­le­gen – da ich da doch nie in mei­nem leben dazu kom­me“  So gesagt bzw. auf­ge­schrie­ben von Han­nes Maria Flach in sei­nem Tes­ta­ment, ver­fasst am 13. Juli 1933 in Köln-Zoll­stock. Auf die­se Bit­te des Foto­gra­fen wird spä­ter noch zurück­zu­kom­men sein. wei­ter­le­sen »

Der Nachlass Wilfried Täubner (1940-94)

Mein Vater, der Künst­ler-Foto­graf Wil­fried Täub­ner, der am 1. April 1994 nur 53-jäh­rig sei­nem Krebs­lei­den erle­gen ist, hat ein gro­ßes und bedeu­ten­des künst­le­ri­sches Werk hin­ter­las­sen. Neben den Kubus-Arbei­ten, die von 1971 bis zu sei­nem Tod 1994 ent­stan­den sind und als das künst­le­ri­sche Haupt­werk ange­se­hen wer­den kön­nen, exis­tie­ren zahl­rei­che wei­te­re Seri­en von hoher künst­le­ri­scher Qua­li­tät und kul­tur­his­to­ri­scher Bedeu­tung. In sei­nem Nach­ruf auf mei­nen Vater Wil­fried Täub­ner kommt Charles Com­pè­re noch ein­mal auf das Haupt­werk zu spre­chen: wei­ter­le­sen »

Walter Vogel und die bpk

„Der in Düs­sel­dorf leben­de 83-jäh­ri­ge Foto­graf Wal­ter Vogel hat Tei­le sei­nes Œuvres an das bpk Bild­agen­tur für Kunst, Kul­tur und Geschich­te in Ber­lin gege­ben. Vogel ist mit sei­nen Künst­ler­por­träts von Pina Bausch und Joseph Beuys, mit sei­nen All­tags- und Arbeits­mo­ti­ven aus dem Ruhr­ge­biet sowie sei­nen Café­haus- und Rei­se­bil­dern bekannt gewor­den. Das zur Stif­tung Preu­ßi­scher Kul­tur­be­sitz gehö­ren­de bpk zählt zu den wich­ti­gen auf Kunst und Foto­gra­fie spe­zia­li­sier­ten Archi­ven.“ So oder ähn­lich könn­te ein Text in einer Tages­zei­tung anläss­lich der Tat­sa­che aus­se­hen, dass Wal­ter Vogel im Vor­lass, denn er lebt schließ­lich noch, nach lang­jähriger Tätig­keit ers­te Foto­ar­bei­ten an ein renom­mier­tes Archiv abge­ge­ben hat. wei­ter­le­sen »

Archiv Peter H. Fürst

Peter H. Fürst wur­de 1939 in Leo­ben (Öster­reich) gebo­ren und lebt heu­te Köln. Von 1954 bis 1957 absol­vier­te er eine Foto­gra­fen­leh­re im elter­li­chen Betrieb und ein Stu­di­um an der Höhe­ren gra­phi­schen Lehr- und Ver­suchs­an­stalt in Wien. 1960 folg­ten die Meis­ter­prü­fung und der Schritt in die Selb­stän­dig­keit. In den Jah­ren 1963 bis 1968 foto­gra­fier­te Fürst für Fir­men wie Lan­côme, Rev­lon und Sans Sou­cis. Dane­ben ent­stan­den Arbei­ten im Bereich der Mode­fo­to­gra­fie.

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