PAUL DOBE - Photographische Naturstudien und Formfindung

2.3 - 8.7.2018

Die Pho­to­gra­phi­sche Sammlung/SK Stif­tung Kul­tur, Köln

Blick in die Samm­lung (Raum 3)

Von Paul Dobe (1880–1965) befin­det sich ein umfang­rei­cher Bestand an Abzü­gen, Nega­ti­ven, Dias, gra­phi­schen Moti­ven und wei­te­ren Doku­men­ten in der Pho­to­gra­phi­schen Sammlung/SK Stif­tung Kul­tur. Dobe, aus­ge­bil­de­ter Zeich­ner, kon­zen­trier­te sich in sei­nem Werk auf das Stu­di­um der Natur. Blu­men und Pflan­zen­struk­tu­ren galt sei­ne Auf­merk­sam­keit. Mög­li­cher­wei­se ist er 1905 wäh­rend sei­nes Stu­di­ums an der Unter­richts­an­stalt des Ber­li­ner Kunst­ge­wer­be­mu­se­ums Karl Bloss­feldt begeg­net, der dort zu die­ser Zeit als Leh­rer für „Pflan­zen­mo­del­lie­ren“ tätig war. Dobe wech­selt 1908 nach Mün­chen, um an der Debschitz­schu­le sei­ne Stu­di­en wei­ter zu ver­tie­fen, aus die­ser Zeit sind ers­te sti­li­sier­te Pflan­zen­zeich­nun­gen bekannt. Vier Jah­re spä­ter geht er nach Wei­mar, wo er zunächst an der Kunst­hoch­schu­le, dann am jüngst gegrün­de­ten Bau­haus lehrt und auch selbst eine klei­ne Kunst­schu­le grün­det. In der Rei­he der Blau­en Bücher ist 1929 von Dobe die Publi­ka­ti­on „Wil­de Blu­men der Deut­schen Flo­ra: Hun­dert Natur­auf­nah­men“ erschie­nen, die auch fünf Auf­nah­men von Albert Ren­ger-Patzsch ent­hält.
Die Schwarz-Weiß-Auf­nah­men Paul Dobes zei­gen Blu­men und Bäu­men eben­so wie pho­to­gra­phi­sche Repro­duk­tio­nen sei­ner Zeich­nun­gen. Auf­ge­nom­men mit gro­ßer Prä­zi­si­on, sind die Bil­der sorg­fäl­tig mon­tiert und beschrif­tet: Mit qua­si wis­sen­schaft­li­chen Anspruch und vor bota­ni­schem Hin­ter­grund such­te Dobe nach Kon­struk­ti­ons­prin­zi­pi­en, nach einem der Natur zugrun­de lie­gen­den Form­ge­setz. Mit ver­gleich­ba­rem Impe­tus hat sich Dobe der pho­to­gra­phi­schen Dar­stel­lung von unter­schied­li­chen Wol­ken­for­ma­tio­nen gewid­met, die eben­falls zu sehen sind. Über­ra­schend wir­ken dazu pho­to­gra­phi­sche Blät­ter, die der Idee der aus der Natur gewon­ne­nen Ord­nungs­prin­zi­pi­en in abs­trak­ter Wei­se fol­gen und schließ­lich auf die Neu­schöp­fung rei­ner For­men ver­dich­ten.

Aus­ser­dem zu sehen:

WITTERUNGEN - Pho­to­gra­phi­sche Auf­zeich­nun­gen zwi­schen Land­schaft und Lebens­welt von Lau­renz Ber­ges, Micha­el Col­lins und Pao­la De Piet­ri

und

Blick in die Samm­lung (Raum 2)
Land­schaft - Trans­for­ma­ti­on - Bild­raum

Einen wei­te­ren aus­führ­li­chen Bei­trag zu Paul Dobe fin­den Sie bei den Archiv­ge­schich­ten.

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